Ritual für den Kontakt mit den Spirits

Welches Ritual empfiehlt die geistige Welt dem Einzelnen, um mit den Spirits in Kontakt zu treten?

Es gibt viele Rituale. Aber eines möchte ich zur Vorbereitung empfehlen. Wir lassen weitere folgen, die darauf aufbauen.

Nehmt eine flache Schüssel mit Wasser, möglichst breit. Am besten undurchsichtig, eine Ton-Schale. Vielleicht ein halber Meter Durchmesser. Füllt sie mit Wasser und stellt sie vor euch. Ihr könnt auch eine Blüte darin schwimmen lassen.

Das Wasser erzählt euch viel von der geistigen Welt. Ihr seht darin eure eigenen Reflexion. Wenn ihr die Oberfläche berührt, dann gibt es Wellen. Die Wellen verzerren das Spiegelbild. Und sie werden an den Wänden reflektiert. Ein einziger Berührungspunkt kann verschiedenartige Verzerrungen mit sich bringen. Ist die Berührung stark genug, ist das Bild kaum mehr zu erkennen. Das Wasser – und damit die Schale – zeigt euch, wie die Realität aussieht. Oder wie die sichtbar Realität die zugrunde liegende Wahrheit verzerrt.

(Foto: Jenu Prasad)

Das heißt: Verstehst du das Wasser, entwickelst du eine geeignete Beziehung zur geistigen Welt. Du erahnst und ertastest. Und du ahnst, dass deine Berührung verzerren kann. Außerdem gemahnt es dich an den Wandel und die unscharfe Natur des Sehens. Aber auch, dass hinter den Facetten eine Sache steht.

Das ist eine gute Einführungs-Übung für die Mindfulness. Sie führt weg von einfachen Wahrheiten. Noch besser, wenn mehrere Menschen im Spiegelbild zu sehen sind. Dann verschwimmen im wahrsten Sinne die Grenzen.

Meditiere jeden Tag eine halbe Stunde zu dem Thema für eine Woche. Bleibe vor dem Wasser sitzen und beobachte. Wenn du draußen bist, wird der Wind das Wasser bewegen. Wenn du einem Raum bist, kannst du das Wasser selber berühren. Und das Bild wirken lassen. Mit diesem Eindruck kannst du die Augen schließen und die Meditation beginnen.

Mit dieser Mediation fokussierst du dich auf das Bild und betrachtest deine Emotionen zu der Unschärfe. Was macht es mit dir, wenn ein Bild zerbricht? Wenn du nicht sehen kannst, wer du bist? Oder wenn du dich aus Facetten wieder neu zusammen setzt?

(Foto: Linus Nylund)

Das ist ein wichtiger Teil von Teichen und Tümpeln, der leicht außer Acht gelassen wird. Sie spiegeln die Realität auf eine Art, die ein Spiegel nicht kann. Diese Übung wird dich vorbereiten, mit dir selbst in Kontakt zu treten. Auf eine akzeptierende Art.

Bei der nächsten Übung, die wir machen werden, wirst du dich als Ganzes empfinden. Und als Ganzes in Beziehung treten mit einem Gegenüber. Eine Meditation, die man allein durchführen kann, aber am besten im Paar. Eine Möglichkeit, sich selbst im anderen zu sehen und den anderen in sich selbst. Aber eigentlich noch immer mit dem Ziel, ein wahreres Bild vom Selbst zu entwickeln.

(Übermittelt von: Salome)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.